Holzbaupreis 20052019-04-02T11:46:13+02:00

Holzbaupreis Kärnten 2005

Altenwohnheim Steinfeld

Planung: Arch. DI Dietger Wissounig
Tragwerksplanung: DI Kurt Pock
Bauherr: Sozialhilfeverband Spittal/Drau
Ausführung: Holzbau Tschabitscher

Als „virtuose Inszenierung aus Holz, Glas und Natur“ bezeichneten die Juroren das dreigeschoßige Altenwohnheim in Steinfeld im Drautal. Die schnörkellose Architektur des Baukörpers, der sich als diskreter Riegel in das Landschaftsbild einfügt, überzeugte die Experten.

Den Mittelpunkt bildet ein atriumartiger Wintergarten im Eingangsbereich. Diese Grünzone und die randlosen Glasflächen an den Korridorenden verschaffen den Bewohnern das Gefühl, in der freien Natur zu leben. Die Zimmer sind großzügig und ganz in Holz gestaltet, ohne rustikal zu wirken, und durch die großen Fensterflächen beziehungsweise Terrassentüren hell und freundlich.

Fotos und Rechte: Christian Theny, proholz Kärnten

Nationalparkbrücke Großkirchheim

Planung: DDI Christian Halm und DI Kurt Pock
Tragwerksplanung: DI Kurt Pock
Bauherr: Nationalparkgemeinde Großkirchheim
Ausführung: Holzbau Plankensteiner

Jurybegründung:

Erstaunlich einfach und doch nicht banal. Jedes Material istentsprechend seiner Stärken optimal eingesetzt. So wird die schlanke Holzbrücke mit breiten Betonsockeln leicht angehoben und durch elegante, beinahe unsichtbare Stahlfüße gehalten. Für die dem Schlagregen ausgesetzten Holzteile wurde widerstandsfähiges Lärchenholz verwendet, die geschützten Dachteile sind aus Fichte.

Die Details sind sorgfältig geplant und fehlerfrei ausgeführt, vor allem ist konsequent auf konstruktiven Holzschutz geachtet worden.

Fotos und Rechte: DI Kurt Pock, Fritz Klaura

Ferienhaus Ossiacher See

Planung: Arch. DI Ernst Roth
Tragwerksplanung: Ing. Ernst Roth Holzbauwerke
Bauherr: Dr. Hans Hermann und Maria Kropf
Ausführung: Ing. Ernst Roth Holzbauwerke

Jurybegründung:

Die schwierige Situation, ein schmaler Baugrund,ist mit einer hochwertigen Holzbauweise, zum Teil mit zarten Stahlelementen kombiniert, vorbildlich gelöst. Der von der Straße aus fast unsichtbare zum See hin turmartig ausladende Holztafelbau entspricht in vieler Hinsicht dem speziellen Milieu der Umgebung.

Die großen Terrassen und die ostseitigen Stiegen und Stege sind durch zarte Stahlträger und Niro-Stangen von der Dachebene abgehängt. Dach und Außenwände sind hinterlüftete Holzkonstruktionen mit einer Außenhaut aus horizontaler Lärchenschalung. Die Schiebläden der Fenster bestehen aus hochvergütetem Bootssperrholz.

Jury

Otto Kapfinger, Architekturpublizist, Wien
Hermann Blumer, Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich
Wolfgang Winter, TU Wien/ Holzforschung Austria.

Fotos und Rechte: DI Ernst Roth, proHolz Kärnten